Diesen Dienstag fand am Gymnasium Kenzingen die 84. Offene Bühne unter dem Motto „Wolken“ statt.

Besonders wurde das Publikum von den schauspielerischen Leistungen der theatherbühneeins unter der Regie von Helma Herkenrath begeistert. Das aufgeführte Stück war eine Adaption der Groteske „Wolken“ von Ramon Pierson, einem zeitgenössischen amerikanischen Autor. In dem Stück ging es um fremde Menschen, die sich in einem Park zufällig treffen und sich dort darauf einigen, gemeinsam in den Himmel zu schauen. Sie entwickelten dazu ein System, in welchem schnell Schwierigkeiten auftraten.  Das Stück brachte gut zum Ausdruck, wie sich Abgründe hinter dem Alltäglichen auftun können. Gleichzeitig wurde dem Publikum verdeutlicht, wie sich Personen zu Organisationen zusammenschließen können und wie Kontrolle ausgeübt werden kann. Dass sich Menschen in einer Gruppe leicht manipulieren lassen und ein solches System schnell zusammenfallen kann, war die Hauptaussage des Stücks.

Im Gespräch mit der Theater AG nach dem aufgeführten Stück merkte man schnell, dass die theatherbühneeins ein eingespieltes Team ist, denn gemeinsamen freuten sie sich über ihre gelungene Aufführung. Die Kreativität der Gruppe wird auch darin deutlich, dass sie die Persönlichkeiten ihrer Figuren im Laufe der Proben selbst weiterentwickelt haben.  „In jeder Probe haben die Schauspieler etwas an ihrer Rolle verändert“, berichtete die Regisseurin Helma Herkenrath. Das eigentliche Stück von vierzig Seiten wurde stark umgeschrieben und verkürzt, sodass es am Ende ein zwölfseitiges Theaterstück war. Die harte Arbeit machte sich bezahlt, denn das Publikum war begeistert und auch nach der Aufführung erhielten die Schauspieler viel Lob und Anerkennung.

Der Abend wurde abgerundet durch die musikalischen Leistungen von Benjamin Berger und Nikolaus Gündel an Violoncello und Violine und Michael Faßbender, welcher auch schon während des Theaterstückes mit der Schülerin Andrea Krumm musizierte.

Ein besonderes Dankeschön überbrachte der Schulleiter Heribert Hertramph nicht nur allen, die auf der Bühne standen, sondern auch der Technik AG und der Maske, ohne die die Aufführung nicht möglich gewesen wäre. Die Spenden des Abends wurden an die Kinderheime der Casa Verde Stiftung in Peru weitergeleitet werden.

 

Bericht: Selina Helbling, Lara Stehlin

Bild (PresseAG): Schauspieler der theaterbühneeins