Das Gymnasium Kenzingen trägt seit dem Jahr 2005 den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dabei handelt es sich um ein nachhaltiges Projekt unserer Schule, bei dem es gilt jedes Schuljahr durch eine gemeinsame Aktion ein Zeichen für Courage, Toleranz und Respekt untereinander und auch gegenüber anderen zu setzen.
Die Schülerinnen und Schüler, sowie die Lehrer, haben sich dazu verpflichtet, sich an ihrer Schule dafür einzusetzen, dass nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen entwickelt werden, um Diskriminierung, insbesondere Rassismus, zu überwinden, sowie sich gegen Gewalt und diskriminierende Äußerungen oder Handlungen einzusetzen und sich gegenseitig zu achten.
Zu Beginn des neuen Schuljahres werden die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen über dieses Projekt informiert und auch sie unterschreiben die Verpflichtung.
Die EINE-WELT-AG lädt jedes Schuljahr zu einer musikalischen Veranstaltung „ROCK gegen RECHTS“ ein, bei der Schülerbands unter diesem Motto in der Aula des Gymnasiums musizieren.
Zusammen mit der EINE-WELT-AG, unter der Leitung von Frau Oesterle, setzen sich auch die SMV und die Propo-Redaktion für SOR-SMC ein.

Wie entstand „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“?

1988 wurde die Idee für eine „SOR-SMC“ von Schülerinnen und Schülern in Belgien entwickelt, welche praktisch etwas für eine offene Auseinandersetzung mit Diskriminierung, insbesondere Rassismus, tun wollten.
Daher gründeten sie an ihrer Schule die Initiative „Schule ohne Rassismus“, welche schnell bekannt wurde und überall gut ankam.
Inzwischen beteiligen sich zehntausende Schülerinnen und Schüler in Belgien, den Niederlanden und Deutschland an dem Projekt.
Um mit dem Titel ausgezeichnet zu werden, mussten über 70% aller Schüler, Lehrer, der Schulleitung, der Reinigungsteams und der Hausmeister das Selbstverständnis der Aktion SOR-SMC unterschreiben, was zeigt, dass der Großteil des Gymnasiums sich seiner Verantwortung anderer gegenüber vollauf bewusst ist und sich dieser auch gerne stellt.
Courage (Mut) ist wichtig, um Diskriminierungen anzusprechen und sich damit offen auseinander zu setzen. Daher haben wir den Projektnamen zu „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“ erweitert.

Bisherige Aktionen:

Offene Bühne „Rock gegen Rechts“ (2005)

Bei der 37. Offenen Bühne zum Thema „Schule OHNE Rassismus-Schule MIT Courage“ – ROCK gegen RECHTS-, spielten fünf Schülerbands in dem damals neuen Atrium. Mit dem eingenommenen Geld wurde der vierte notwendige Stolperstein für unsere Aktion „Stolpersteine in Kenzingen“ finanzieren, sowie  400€ als Spende an die Deutsch-Afghanische Initiative in Freiburg überweisen.

Ausstellung- und Projektdokumentation zum Thema „Gurs – 1170km“ (2006)
Vom 18. bis 19 September 2006  konnte im Atrium des Gymnasium Kenzingen eine Ausstellung besichtigt werden, die die Deportation der badischen und pfälzischen Jüdinnen und Juden nach Gurs dokumentierte. Im Schaukasten der „EINE-WELT-AG“, wurden die Schicksale des Kenzinger Bürger, die nach Gurs deportiert wurden, festgehalten. Die Ausstellung war der Auftakt des Mahnmalprojektes, das 2008 stattfand.

Schokokuss-Aktion des Gymnasium Kenzingen (2007)

Die erste Aktion gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für eine Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage fand am 26.03.2007 statt.
Lehrer und Schüler konnten durch eine Spende einen Schokokuss erwerben und sich dann auf dem Schulhof verteilen. Unter dem Motto „Die Mischung macht’s“ wurden die Schüler dazu aufgefordert, an Stellen die rassistische Gedanken mit sich bringen, Courage zu zeigen. Vertreter der SMV, der Schülerzeitung Propo und der „EINE-WELT--AG“, setzten ein Zeichen indem sie es schafften alle Schüler und Schülerinnen, sowieso die Lehrer an einem Ort zusammen zu bringen, um gemeinsam gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung zu demonstrieren.

Ökumenisches Mahnmalprojekt (2008)

Die „EINE-WELT-AG“, die evangelische Jugend und katholische Junge Gemeinde in Kenzingen, gestalteten die Memorialsteine für das Mahnmal in Baden. Für die am 22.Oktober 1940 nach Gurs deportieren jüdischen Bürger aus Kenzingen, wurden zwei identische Gedenksteine gestaltet, die an deren Schicksal erinnern sollen. Die Gedenksteine wurden auf dem Gelände des offiziellen Mahnmals übergeben und in einer Feierstunde aufgestellt.

Schulen für Haiti in Deutschland (2009)

Nach der Katastrophe in Haiti bewiesen die Schüler soziales Engagement, indem sie Spenden für die Kinder im Katastrophenort sammelten. Durch Beiträgen aus den Klassen und Verkäufen auf einem eigens für diese Aktion zusammengestellten Frühlingsflohmarkt kam eine Summe von 480 € zusammen. Diese wurde an die Hilfsorganisation „unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V. „ weiter geleitet, welche mit Hilfe von 18 weiteren Schulen in Deutschland, die Kinder in den Slums Haitis mit Essen und medizinischer Versorgung unterstützt.

Tabellarische Auflistung zu:
Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage

27.02.2005
Anerkennung als "SOR - SMC" - Schule

25.11.2005
"ROCK gegen RECHTS" und andere Konzerte/ Offene Bühne zu SOR - SMC. Der Erlös geht an Antidiskriminierungsprojekte. Jedes Jahr im November

September 2006
Ausstellung Gurs + Offene Bühne. Der Erlös war für die Gestaltung des Mahnmals verwendet worden.

Oktober 2006
Stolpersteine-Aktion

September 2006 – Januar 2007
Ökumenisches Jugendprojekt Mahnmal Baden, Gedenkstein Brücke in Kenzingen

20.03.2007
Veranstaltung der SMV, EINE-WELT-AG und Propo-Redaktion
„Schwarze – Braune – Weiße – Die Mischung macht’s“
Demonstration der ganzen Schülerschaft im Schulhof

27.09.2007
Stolpersteine-Verlegung durch den Künstler Gunter Demnig
Schuljahr 08/09
Aktionstag der SMV und Frau Dr.Michel
„Sauberes Klassenzimmer“ – gegen Diskriminierung des Reinigungsteams und des Hausmeister-Teams

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus:
Vortragsreihe zu SOR – SMC von SchülerInnen der Jahrgangsstufe 12/13
-Deportation nach Gurs
- Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen
- Deutsch-Französische Freundschaft

Zeitzeugengespräch mit Herrn Felix Rottberger in Freiburg

Besuch der Ausstellung „Zug der Erinnerung“ in Freiburg,
Thema: Deportation jüdischer Kinder

Projekttage und Zeitzeugengespräch mit Frau Alice Goldstein

Schuljahr 2010
Zeitzeugengespräch mit Frau Iréne Epstein De Cou für die Klassen 9

Gedenkfeier Stolpersteine und Mahnmal der EINE-WELT-AG

„Tag des Respekts“ Aktion der SMV zu SOR – SMC , Filmprojekt

Schuljahr 2011
Aktion „Kinder haben Rechte“ der Klassen 5,6 und 7 mit Frau Oesterle und Mitgliedern der EINE-WELT-AG
Übergabe der Forderungen an Frau Wölfle

Aktion „Hände“  der EINE-WELT-AG und SMV mit Präsentation im Foyer

Zeitzeugengespräch der 9. Klassen mit Herrn F. Rottenberger

Schuljahr 2012
Spendenaktion „Spielplatz für Vinkovci“ der EINE-WELT-AG und SMV

Schuljahr 2013
Aktion zum Intern. Tag gegen Rassismus im Foyer mit der Band Quarter aus Berlin, Brief an die Schulpatin Frau Sabine Wölfle mit der Bitte, den Roma und Sinti Kindern in Freiburg den Schulbesuch zu ermöglichen.
In Vorbereitung
Aktion Courage mit Ballonstart im Juli 2013

 

Auch im Schuljahr 2015/2016 realisierte unsere Schule im Rahmen der SOR-SMC verschiedene Aktionen, die sich unter zwei größeren Projekten zusammenfassen lassen.

 

Flüchtlingshilfe

 

Das erste große Projekt umfasst Aktionen, die das Ziel verfolgen, Flüchtlingen einerseits in ihren jeweiligen Heimatländern und andererseits vor Ort – z. B. in Kenzingen und Umgebung – Hilfe zu bieten:

 

Spendenlauf 2015

Schon seit 2013 engagiert sich das Gymnasium Kenzingen in Zusammenarbeit mit der Barada-Syrien-Hilfe für syrische Flüchtlinge, die in Lagern in der Krisenregion leben. Daher fand am 14.10.2015 ein Spendenlauf statt, dessen Einnahmen der Barada Syrienhilfe e. V. zugutekamen.

 

 

Beinahe alle Klassenstufen und auch einige Lehrer beteiligten sich an diesem Lauf. Sogar SchülerInnen der Grundschule sowie der Werkrealschule nahmen am Spendenlauf teil, der von der EINE-WELT-AG des Gymnasiums organisiert wurde. Diese Aktion sollte syrische Bürgerkriegsflüchtlinge vor Ort unterstützen. Die Koordinatorin des Syrienprojektes, Andrea Morand, und die neue Leiterin der EINE-WELT-AG des Gymnasiums, Mira Gündel, entschieden sich dafür, die Einnahmen an die Amal-Schule weiterzuleiten, da Bildung eine wichtige Voraussetzung für die Zukunft der Kinder ist und dadurch eine Teilnahme an einer Gesellschaft des Fortschritts ermöglicht wird. Diese Schule weist – auch weit über das Flüchtlingslager hinaus –eine hohe Akzeptanz auf, sodass sogar türkische Familien ihre Kinder an dieser Bildungsstätte einschulen lassen. Schließlich trug der Spendenlauf dazu bei, Hilfe vor Ort in Syrien zu leisten und den Binnenflüchtlingen, die wegen des Krieges ihre Heimat verlassen und sich in der Umgebung ein neues Zuhause suchen müssen, in ihrem Verlangen nach Bildung Solidarität zuzusichern.

Knapp 9000 Euro kamen bei diesem Spendenlauf zusammen. Den Scheck übergab Mira Gündel an einen Vertreter der Barada-Syrien-Hilfe, während der 81. Offenen Bühne des Gymnasiums Kenzingen (siehe unten). Der Vertreter der Barada-Syrien-Hilfe zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schule und der SchülerInnen und betonte, dass sich Menschlichkeit und Großzügigkeit immer lohnten.

Im Januar erhielten wir eine Nachricht von Firas Khoury, einem Mitarbeiter der Barada-Syrienhilfe e.V.. Er bedankte sich bei uns, da mit den Spendengeldern aus dem Spendenlauf die Kinder mit einer Winterjacke ausgestattet werden konnten.

 

Im März schrieb uns Firas Khoury, dass Barada Anfang des Jahres mit Hilfe dieser Spendengelder insgesamt 500 Lebensmittelpakete in der Türkei packen ließ. Diese bestanden aus 20 kg Grundnahrungsmitteln und konnten im Februar an die Flüchtlingskinder im innersyrischen Atmeh Flüchtlingslager verteilt werden.

 

 

Um auch den Flüchtlingen vor Ort zu helfen, um auf ihre Hilfsbedürftigkeit aufmerksam zu machen und vor allem um ihnen und ihren Geschichten eine Stimme zu geben, veranstaltete das Gymnasium Kenzingen weiter Aktionen:

 

81. Offene Bühne

Die 81. Offene Bühne, die am 26.11.2015 veranstaltet wurde und unter dem Motto „Flüchtlingen eine Stimme geben“ stand, sollte ein starkes Zeichen für Toleranz und Hilfsbereitschaft setzen.

Der musikalische Teil des Abends wurde mit "Sòfa", einem Trommelstück aus Guinea, das SchülerInnen der neunten und zehnten Klassen mit dem Referendar Daniel Preissler einstudiert hatten, eingeleitet.

Im Zentrum dieses Abends stand die Eröffnung einer Ausstellung. In diese wurde durch die Moderatoren und Mitglieder der Eine-Welt-AG Sophie Tichonenko und Hannes Engel eingeführt: der Neigungskurs Politik und dir Theater-AG führten eine kurze Performance auf, in der sie Gefühle, Gedanken und Situationen der Geflüchteten aus Heimen in der Umgebung, ihre Hoffnungen, Sorgen und Ängste, künstlerisch darstellten und interpretierten. Nachdem die Ausstellung somit eröffnet war, konnten die Zuschauer der Offenen Bühne im Atrium Plakate anschauen. Diese stellten die Schicksale verschiedener Flüchtlinge detailliert dar. SchülerInnen der Oberstufen hatten zusammen mit motivierten Lehrerinnen in den vorherigen Wochen persönliche und bewegende Gespräche mit Flüchtlingen aus der nahen Umgebung geführt und auf deren Grundlage individuelle, kreative und ergreifende Plakate gestaltet. Die Geschichten der Flucht waren so vielfältig wie die Flüchtenden selbst: ein Informatikstudent, der auf Grund von Korruption sein Studienplatz in Syrien verlor und daraufhin nach Deutschland floh; eine iranische Familie auf der Flucht vor dem IS-Terror; Bootsflüchtlinge aus Gambia und Nigeria.

 

Zudem schilderte andiesem Abend eine Vertreterin der Kenzinger Flüchtlingshilfe die Situation in Kenzingen, wo zu diesem Zeitpunkt 14 Flüchtlingsfamilien untergebracht waren, die unter Leitung des örtlichen DRK größtenteils ehrenamtlich betreut und unterstützt wurden. Nach einem weiteren Musikstück, vorgetragen von SchülerInnen der Klasse 9c, zeigten zwei Schülerinnen, die am internationalen Comeniusprojekt teilgenommen hatten, einen 2013 von italienischen Schülern gedrehten, bewegenden Kurzfilm zur Flüchtlingsproblematik. Den musikalischen Schlusspunkt setzte Christopher Czekay aus der Klasse 9a am Flügel mit "Rondo Capriccioso" von Felix Mendelssohn Bartholdy.

                                            

Deutschunterricht für Flüchtlinge

In Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Helferkreis Kenzingen, trägt das Gymnasium Kenzingen durch ein weiteres Angebot momentan dazu bei, Flüchtlinge gelingend in unsere Gesellschaft zu integrieren: Seit Ende Februar erteilen vier engagierte Lehrerinnen syrischen Flüchtlingen Deutschunterricht, an dessen Anfang zunächst das Erlernen des lateinischen Alphabets steht. Das Verstehen, Lesen und Sprechen der Deutschen Sprache ist für die Flüchtlinge von großem Vorteil, ja sogar unabdingbar, da Sprachbarrieren ansonsten einer funktionierenden Integration im Weg stehen. Die Flüchtlinge zeigten sich in diesen Stunden sehr lernbereit und motiviert.

                  

 

Fahrradsammelaktion

 

Damit sich die Flüchtlinge in der näheren Umgebung unkomplizierter und schneller bewegen können, sammelten SchülerInnen der EINE-WELT-AG gebrauchte Fahrräder. Hierzu wurden im Schulhaus Plakate aufgehängt, die sich an diejenigen SchülerInnen richteten, die diese Sammelaktion durch das Spenden eines Fahrrads unterstützten konnten.

 

85. Offene Bühne

 

Am 29. Juni 2016 fand die 85. Offene Bühne statt, die das Thema „Fluchten“ trug. Eine Collage aus selbst verfassten Szenen, Liedern, dem „Kinderkreuzzug“  von Bertold Brecht und weiteren Gedichten zum Thema Flüchtlinge präsentierten  TheaterBühneZwei und die CHORios um 19:00 Uhr in der Aula des Gymnasiums. Unterstützt wurde die Aufführung von Schüler/innen  der Oberstufe, der Klasse 7a und Mitgliedern der TheaterBühneEins.

 

Anfang Juli 2016 wurden zugunsten der Tafel Herbolzheim in der Schule Lebensmittel gesammelt. Aufgrund der gestiegenen Flüchtlingszahlen in Herbolzheim und Umgebung konnte die Tafel den Bedarf nicht mehr decken und ist auf weitere Spenden angewiesen.

 

Augen-Auf-Tag

 

 

Das zweite große Projekt des Gymnasiums Kenzingen, das dieses Schuljahr umgesetzt wurde, umfasste einen Tag, der das Thema „Respekt“ zum Leitbild hatte.

 

Erstmalig wurde der Augen-auf-Tag! von Claudius Laibach, einem Religions- und Geschichtslehrer am Gymnasium Kenzingen, organisiert und mit Hilfe weiterer Engagierter umgesetzt. Dieser Thementag beinhaltete Workshops und Vorträge, die das Bewusstsein und die Sensibilität für soziale und gesellschaftliche Handlungsfelder fördern und so zum sozialen Lernen beitragen sollten. Klassenspezifisch wurden verschiedene Themen angeboten, die den SchülerInnen die „Augen öffnen“ mögen.

 

Die Klassenstufe fünf behandelte zusammen mit zwei Lehrerinnen des Gymnasiums sowie den Paten das Thema Klassengemeinschaft.

 

Die Sechstklässler absolvierten einen ganztägigen Workshop zum Thema Gewaltprävention. Durchgeführt wurde es von einem  KUMU-Team, einer Organisation, die sich Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche zur Aufgabe gemacht hat. Dieses Team bot den SchülerInnen eine kompetente Schulung zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit an.

SchülerInnen der siebten Klasse nahmen an einem Vortrag über Suchtprävention bei einem Facharzt für Allgemeinmedizin teil.

 

Das Modul Fairness - in der Schule und global, welches von der Eine-Welt-AG und deren Leiterin Mira Gündel ausgearbeitet und durchgeführt wurde, richtete sich an die Achtklässler des Gymnasiums. Durch Rollenspiele und Brainstorming wurde mit den SchülerInnen zunächst über den fairen Umgang miteinander diskutiert. Da Fairtrade ein zentrales Thema der Eine-Welt-AG  ist, wurde dies anhand verschiedener Videos, die beispielsweise die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern zeigten, und mittels Arbeitsblättern zum Thema faire Bananen und faire gehandelte Schokolade den SchülerInnen näher gebracht, die sich über die Unterschiede in der Produktion sehr überrascht zeigten.

 

Die Klassenstufe neun besuchte ein Modul über Erlebnispädagogik, das von zwei Physiklehrern angeboten wurde. Durch dieses erlebnispädagogische Modul, konnten SchülerInnen die Relevanz der Kooperation miteinander erleben, erlernen und somit ihren Gruppenzusammenhalt verbessern.

 

MitarbeiterInnen der AWO, der GLS-Bank und der Caritas Freiburg boten den Zehntklässlern einen Einblick in ihre verschiedenen sozialen Arbeitsfelder. Der Leitgedanke der Vorträge bestand darin, das Bewusstsein für Themen, die nicht im Lehrplan oder im Schulcurriculum fest vorgeschrieben sind, zu sensibilisieren.

Die Öffentlichkeitsarbeiterin der Caritas ist gelernte Erzieherin und studierte in Freiburg Sozialarbeit. Sie zeigte den SchülerInnen, die großes Interesse an diesen Vorträgen signalisierten, einige von insgesamt 700 weltweiten Projekten auf, die durch Caritas International ins Leben gerufen wurden.

Die stellvertretende Leiterin der AWO  gab einen Einblick in die Unterstützung und in das alltägliche Leben von psychisch Erkrankten des Hedwig-Wachenheim-Hauses in Lahr.

Der Vertreter der GLS-Bank sprach über seinen Beruf im ökonomischen Banking. Inhalt waren vor allem die Nachhaltigkeit für die Umwelt und das soziale Umgehen mit Geld.

Auf Grund der vielen positiven Rückmeldungen von SchülerInnen, LehrerInnen und Organisatoren, wird dieser Projekttag voraussichtlich in das Schulcurriculum aufgenommen und nächstes Schuljahr erneut durchgeführt.