Sonntag, 18. November 2018

Die Eine Welt-AG präsentierte auf dem Schulfest am 21. Juli 2018 das Projekt „Internationale Räume“. Im Atrium des Gymnasiums stellten Schüler mit Migrationshintergrund den interessierten Besuchern die Herkunftsländer ihrer Familien vor.

Die Idee zu diesem Projekt entwickelten SchülerInnen des vierstündigen Gemeinschaftskunde-Kurses Klasse 11 von Frau Stolz-Fischer. Ausgearbeitet wurde das Konzept bei einem Workshop mit unserer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage-Schulpatin Frau Sabine Wölfle am 5. Februar 2018. Dieser Workshop mit SchülerInnen der Eine-Welt-AG, der Erasmus+-Gruppe, des Kurses GK11 und der Klasse 10a stand unter dem Thema „Was heißt Courage?“ Die Landtagsabgeordnete Frau Wölfle gab Tipps für die Planung und Ausarbeitung von politischen Aktionen und unterstützte uns bei der Planung  des Projekts „Internationale Räume“.

Durch einen Elternbrief wurden anschließend alle Schüler und Eltern informiert und nach den Pfingstferien fand ein erstes Vorbereitungstreffen statt.

Folgende SchülerInnen waren bereit, ihr Herkunftsland, bzw. das ihrer Familie vorzustellen: Aida Izadi (5a) stellte Afghanistan, Delal Cicek (5b) stellte die Region Kurdistan, Julija Anikina (9c) stellte Lettland, Muhammad Yousaf (8a) stellte Pakistan, Sarah Torz (5b) stellte Rumänien, Elina Spilmann und Stella Brungardt (5d) stellten Russland, Guilia Dawli (7b) stellte Syrien, Davud Boyali (8a) stellte die Türkei und Prety Ageno (9a) stellte Uganda vor.

Im Kunstunterricht der Klassen 9 und 10 von Frau Armbrust  wurden großformatige Plakate gestaltet, die Grundinformationen zu den jeweiligen Ländern enthielten. Für das Schulfest wurden diese Plakate hinter die jeweiligen Stände der Schüler aufgehängt.

Die SchülerInnen richteten sich Präsentationsecken ein, indem sie Gegenstände, Plakate, Bilder, Musik, Kleidung und auch kulinarische Kostproben ihres Landes mitbrachten. Zum Schulfest präsentierten die SchülerInnen teils allein, teils mit Familienangehörigen wie Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Cousinen ihr Land, die mitgebrachten Bilder und Gegenstände.

Besonderen Anklang fanden die landestypischen Gerichte, wie zum Beispiel: Bulgur aus der Türkei, Prājiturā aus Rumänien oder Karachi Chicken Briyani und Gulab Isamun aus Pakistan.

Das Projekt fand bei den SchülerInnen, die ihr Land präsentierten, großen Anklang. So äußerte sich beispielsweise Giulia Dawli: „Ich fand das Projekt, Internationale Räume sehr gelungen, da man viel über andere Länder erfahren hat. Es haben sich auch viele für ihr eigenes Land interessiert, was schön anzusehen war.“ Sarah Torz fand die Vielfalt der Länder sehr gut. Muhammad Yousaf meinte: „Mir hat das Projekt sehr gut gefallen und wenn es nochmal stattfinden würde, würde ich es nochmal machen.“

Insgesamt ist es uns gelungen, mit diesem Projekt die Vielfalt unserer Schülerschaft ansprechend darzustellen. Die Chance das eigene Land und lokale Bräuche vorzustellen (beispielsweise die Herstellung von Ketten aus sehr vielen kleinen Perlen in Uganda) bereitete sowohl den Zuschauern als auch den Präsentierenden große Freude und wurde mit großem Interesse aufgenommen.

Ein solches Projekt bietet durch den unmittelbaren Blick von SchülerInnen auf KlassenkameradInnen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit Vorurteile abzubauen und mehr über Länder zu erfahren, die sie sonst höchstens vom Fernsehen her kennen.

Die vielen Herkunftsländer unserer Schüler zeigen die Weltoffenheit unserer Schule und dass Rassismus angesichts der hervorragend integrierten Schulkameraden mit Migrationshintergrund falsch ist und bei uns keine Chance hat.


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