Sonntag, 16. Dezember 2018

„AMOR“ – neues Erasmus-Projekt am Gymnasium Kenzingen

Die internationale Gruppe auf den Spuren Heinrich des Seefahrers in der Hafenstadt Lagos ,Foto: Claudia Hertz

 

Mit Beginn dieses Schuljahres startete das Gymnasium Kenzingen sein 5. Internationales Kooperationsprojekt in Folge im Rahmen der von der Europäischen Union angebotenen COMENIUS bzw. Erasmus+ - Programme.

„AMOR – Ancient heritage meets modern researchers“ ist der Titel des neuen Projekts, in dem Schulen aus Avallon/Frankreich, Thessaloniki/Griechenland, Rom/Italien, Tavira/Portugal und Arucas/Spanien zusammen mit dem Gymnasium Kenzingen UNESCO-Welterbestätten in ihrem Umfeld unter die Lupe nehmen werden.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht die Erforschung der Kultur- oder Naturstätten unter der Fragestellung, welches Wissen den Objekten zugrunde liegt und welche Bedeutung dieses noch heute für uns hat. Außerdem erfahren die Teilnehmer viel über die Arbeit der UNESCO und sie übernehmen die Patenschaft für ein Kulturdenkmal in der Nähe ihrer Schule.

Damit Altes mit Modernem verbunden wird, werden neue Medien bei der thematischen Arbeit zum Einsatz kommen und es werden u.a. ein auf Interviews basierender Dokumentarfilm sowie ein Online-Quiz entstehen.

Das erste Projekttreffen fand in der vergangenen Woche im südportugiesischen Tavira statt. Die aus Schülern und Lehrern bestehenden Delegationen aus den sechs Ländern befassten sich gemeinsam mit den zwei portugiesischen Weltkulturerbe-Elementen: Mediterranean Diet – eine spezielle auf mediterranen Produkten basierende Ernährungs- und Lebensweise und Fado – die vor allem in Lissabon angesiedelte melancholisch anmutende Musik, die ursprünglich von den Seeleuten stammte und das typische Gefühl der „saudade“, der Wehmut und Sehnsucht wiedergibt.

Lea, 16, war Interviewexpertin zum Thema „Mediterranean Diet“.  Sie war beeindruckt davon, dass Mediterranean Diet nicht nur Essen ist, sondern vielmehr eine Lebensweise und eine Tradition, die über Generationen weitergegeben wird. „Wir haben diese Lebensweise in Portugal gespürt, nicht nur im Museum oder beim Interview, sie ist Teil des alltäglichen Lebens.“, sagt sie.

 

Floria, 15, hatte sich schon im Vorfeld der Reise ausführlich mit Fado beschäftigt. Sie schreibt:

„Ganz besonders an dieser Woche fand ich den Moment als wir Fado live hören durften. Als die Sängerin den ersten Ton ansetzte, waren wir alle sehr berührt. Die ruhige Atmosphäre in der Kirche und die wunderschöne Stimme der Sängerin haben uns alle in ihren Bann gezogen.“

 

Neben der umfangreichen Arbeit an den beiden Hauptthemen durften die internationalen Gäste natürlich auch die Stadt Tavira kennenlernen und mit ihren portugiesischen Partnern Ausflüge in die Umgebung unternehmen.

Teresa, 15, beschreibt Tavira: „Als ich aufwachte, sah ich die wunderschöne Stadt mit ihren schneeweißen Häusern und zwischendrin immer mal wieder ein paar Palmen und Olivenbäume.“

Und Fanny, 15, ergänzt: „Wir waren z.B. in einer traditionellen Ziegelsteinfabrik und in einer Olivenölherstellung und uns wurde gezeigt, wie sich die alten Traditionen mit der neuen Kultur mischen. Ich finde auch, dass wir sehr viel über die Region und die Geschichte Taviras und der Algarve gelernt haben.“

Nicht zuletzt haben die von der Europäischen Union unterstützten Projekte zum Ziel, die Jugendlichen Europas näher zusammen zu bringen und den Europäischen Gedanken zu stärken. Durch die herzliche Aufnahme der Gäste, die fürsorgliche Betreuung der Aktivitäten und die Bereitstellung eines begegnungsfreundlichen Klimas haben die portugiesischen Partner die Erreichung dieses Ziels ermöglicht.

So betont denn Kristof, 15, „… dass eine große Familie aus den verschiedenen Kulturen der unterschiedlichen Länder entstand und dass sich Freundschaften bildeten, die unvergesslich und unzertrennlich sein werden.“

Und Teresa würdigt das Projekt abschließend mit den Worten:  „Das Erasmus+ - Projekt ist eine tolle Möglichkeit, neue Kulturen und Menschen kennenzulernen und seine Sprachen zu verbessern. Ich finde es toll, dass unsere Schule so etwas anbietet.“


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