Sonntag, 25. August 2019

Vernissage des Neigungskurses Kunst 12 „zARTbitter“

zARTbitter

„zARTbitter“, das ist der Titel der Vernissage, die die Zwölftklässler des Neigungskurses Kunst am Abend des 6. Juni in der Cafeteria ihres Kenzinger Gymnasiums eröffneten.

Ab 18:30 Uhr wurden um die hundert Gäste mit einem Sektempfang und kostenlosem Buffet begrüßt. Mit einem akustischen Gitarrenstück führte der Abiturient Jan Rentschler stimmungsvoll in den Abend ein. Die Moderation übernahmen Justus Kraus und Jérôme Hosp, die mit ihrer originellen Rede das Publikum für sich einnahmen und mit selbstironischen Witzen erheiterten. „ Herr Pailer, kurze Frage, haben Sie vielleicht noch unsere Rede ausgedruckt? Sonst muss es jetzt wohl ohne gehen“, unterbrach Justus direkt zu Beginn sein Eröffnungsplädoyer, um nach dem schockierten Blick des angesprochenen Kunstlehrers und amüsiertem Gelächter souverän fortzufahren.

Eingespielt bilanzierten die beiden Moderatoren über „zarte Erfolge und bittere Fehlschläge“, welche der Kurs in den zwei Jahren Kunst erlebte und die der Ausstellung schließlich ihren Namen verliehen.

Auch der Schulleiter Thilo Feucht sowie Oliver Pailer, welcher den vierstündigen Kurs über die Kursstufe hinweg betreute, richteten einige Worte an die Versammelten, wobei Pailer noch einmal die Wichtigkeit des Scheiterns in der Kunst als Chance für Weiterentwicklung hervorhob, welcher sich durch eine „Wall of Shame“ als zentralen Bestandteil der Ausstellung manifestiere. „Scheitern ist immer etwas Fruchtbares, wer nicht scheitert, lernt auch nix.“, fasste er zusammen.

An und vor dieser „Wand der Schande“ hängen und liegen kreuz und quer Werke, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht den Erwartungen der Schüler entsprachen. Das Ensemble aus fehlgeschlagenen Architekturmodellen, Skizzen und Malereien bildet durch die gewollte Unordentlichkeit einen interessanten Kontrast zu den anderen Ausstellungsstücken.

Doch auch viel „Zartes“ ist im Laufe der Unterrichtszeit entstanden. Ölgemälde, in welchen sich die Schüler selbst porträtierten, kreative und detaillierte Architekturmodelle einer modifizierten Aula, zahlreiche Drucke, Radierungen und Gemälde, sowie Arbeiten aus den fachpraktischen Prüfungen sind zu bestaunen.

Einen der Höhepunkte der Vernissage bildete eine geführte Auktion des Moderators Justus Kraus. Auf humorvolle Art bot er einige der Ausstellungsstücke zum Verkauf an, konnte jedoch mit den veranschlagten Preisen zwischen fünf und dreißig Euro zunächst niemanden zum Kauf überzeugen.

Erst eine abstrakte Malerei mit der „Therme Vals“ des bekannten Architekten „Peter Zumthor“ als Vorlage konnte das Kaufinteresse wecken.

Die spannungsreiche und in Blautönen gehaltene Komposition der Abiturientin Alisa Agovic fand bei dem Einstiegsgebot von hundert Euro Interessenten, und fand nach mehrmaligen Bieten für 120 Euro einen begeisterten Käufer. „Die Wirkung des Bildes hat mich direkt begeistert. Ich musste einfach dafür bieten, und das sogar noch bevor meine Frau das Bild überhaupt gesehen hatte“, schmunzelte der Käufer. An dem enormen Potential der jungen Künstlerin habe er keine Zweifel, und fügt an sie gewandt hinzu: „ Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Kunstwerk in ein paar Jahren noch mal einiges mehr wert ist.“

Text: Elena Schulze (Jgst. 12)


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